Augenspinner (Saturniidae ) Augenspinner
Saturniidae

Mittelgrosse bis grosse Arten, die über das gesamte Mitteleuropa verbreitet sind. Die Männchen haben breite, gefiederte Fühler die es ihne ermöglichen die Weibchen über eine grosse Distanz zu orten. Die Flügel sind grossflächig und mit einem runden, farbigen Fleck auf dem Vorderflügel. Die Raupen verpuppen sich in einem Kokon und überwintern in diesem. In Mitteleuropa findet man 6 Arten von Augenspinnern, wovon drei eher in den wärmeren Region beheimatet sind.
Nagelfleck (Aglia tau (L.) )
Nagelfleck
Aglia tau (L.)

An lichten Waldrändern ist dieser mittelgrosse, orangebraune Augenspinner anzutreffen. Da seine Futterpflanzen (Buche, Haselnuss) weit verbreitet sind, ist er zum Glück noch ziehmlich häufig anzutreffen. Jedoch sieht man meistens nur das kleinere Männchen, das an sonnigen Tagen in einem schnellen Flug die meist im Wald regungslos sitzende Weibchen sucht.

Spannweite: 50 - 65 mm


Schwarzer Nagelfleck (Aglia tau ferenigra (L.) )
Schwarzer Nagelfleck
Aglia tau ferenigra (L.)

Die Lebensweise dieser Unterart entspricht der des "normalen" Nagelfleck. Auch hier fliegt das Männchen bei der Suche nach den Weibchen in einem sehr schnellem ZickZack-Kurs durch lichte Buchen- und Mischwälder. Bei der Suche nach geeigneten Futterpflanzen für die Nachkommen fliegen die Weibchen wesentlich gemütlicher durch die Nacht.

Spannweite: 50 - 65 mm


Kleines Nachtpfauenauge (Eudia pavonia (L.) )
Kleines Nachtpfauenauge
Eudia pavonia (L.)

Obwohl man diesen Augenspinner selten sieht, ist er zum Glück nicht selten. Man trifft ihn in lichten Wäldern und Waldsteppen von den Niederungen bis in Höhenlagen über 1500 Meter an. Wie auch beim Nagelfleck fliegen die Männchen bei Sonnenschein in einem schnellen Flug durch die Wälder und Wadrändern, um die lockenden Weibchen aufzuspühren.

Spannweite: 40 - 60 mm


Nachtpfauenauge (Saturnia pyri (Den. et Schiff.) )
Nachtpfauenauge
Saturnia pyri (Den. et Schiff.)

Den grössten Augenspinner Europas findet man in wärmeren Regionen bis nach Mitteleuropa. In diesen Regionen bevorzugt er steppenartige Biotope, mit Büschen und lockeren Waldgruppen. Entsprechend der Grösse des Falters sind auch die Raupen von beeindruckender Gestalt und Grösse. Wer selber schon mal einen grösseren Falter als Raupe aufgezogen hat, weiss wieviel erwachsene Raupen verschlingen. Und das ist das Hauptproblem des Falters, bzw. der Raupe. Die Raupen fressen an verschiedenen Obstbäumen (Apfel, Kirschen, Aprikosen, ...) und sind somit für die ertragsorientierte Landwirtschaft (leider) nicht tragbar.

Spannweite: 100 - 140 mm




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